Erinnerung ist auch Begegnung ...

 

Hier soll ein Ort entstehen, an dem wir uns treffen können, - wir, die wir uns noch voller Freude im Leben befinden mit all denen, die uns oder unseren Zweibeinern nach ihrem Lebensende eine wunderbare Erinnerung im Herzen hinterlassen haben. Dabei spielt es keine Rolle, welcher Art sie sind oder waren.

 

Wir wollen ihnen hier kein Denkmal bauen,

wir wollen aus der Erinnerung eine Begegnung machen.

Rammelmeier, - genannt Rammi (geb. 1980)

dieses schwarze Zwergkaninchen lebte nahezu 12 Jahre bei uns. Er starb 1992 und hat eine große Lücke hinterlassen, da er ein so lustiger und fröhlicher Geselle war und immer etwas Überraschendes auf Lager hatte.

Wir denken und sprechen oft über ihn, er war einfach "ein Typ".

Susi (1958-1966)

Gewünscht hatte ich mir ein Pony, bekommen habe ich Susi, ein schwarzes Cocker Spaniel-Mädchen.

Aus dieser "Enttäuschung" wurde eine große Liebe. Diese Hündin war in gewisser Weise meine Schwester, mit der man alles anstellen konnte. Sie saß mit Kopftuch und Windelhöschen in meinem Puppenwagen und wurde von mir so durch die Gegend gekarrt. Sie hat das alles geschehen lassen ...

Nur eines durfte man nicht, man durfte niemals über sie lachen, dann war sie zutiefst beleidigt und hat niemanden mehr angeschaut.

Susi wurde leider nur 8 Jahre alt, sie erkrankte schwer an Krebs und wir mussten sie gehen lassen. Das war mit meinen inzwischen 13 Jahren meine erste grausame Begegnung mit dem Tod, und es war furchtbar schlimm.

Aber so richtig fort ist Susi nie gewesen ...

Kobi, (1966-1981) eigentlich Kobold, aber wer sagt das schon ...

Kobi haben wir nur kurze Zeit nach Susis Tod vom Züchter aus Holland zu uns geholt. Dieser kleine Mischling aus Mittel- und Zwergschnauzer ist gleich auf uns zugestürzt und da war es sofort klar, dass er unser neues Familienmitglied sein würde.

Kobi hatte zwei Leidenschaften ... zum einen liebte er Wasser und zum anderen den "Kampf" gegen Gewitter.

Wenn ein Gewitter aufzog, stand dieser kleine Kerl mit gefletschten Zähnen da und wartete nur auf den ersten Donnerschlag. Dann ging es los, - völlig echauffiert kämpfte er laut bellend gegen das Unwetter.

Irgendwann hatte es sich verzogen, Kobi betrachtete sich als Sieger und war stolz wie Oskar. 

Als er zu uns kam, war ich wie gesagt 13 Jahre alt, als er gehen musste ging ich stramm auf die 30 zu.

Ich denke, jeder kann sich vorstellen, was für ein schmerzhafter Verlust es für mich war ... Aber er ist so oft in meinen Gedanken, dass er in der Tat nicht wirklich fort ist. 

Eddy der Erste (?-1995)

Dieser Kater kam eines Tages aus dem Nichts und setzte alles daran, bei uns einzuziehen. Pünktchen war über alle Maßen empört, und wir haben gesagt ... Okay, wir versuchen es. 

Er wurde für die erste Nacht separiert und das war auch gut so, denn am nächsten Tag sahen wir, dass er einen grauenhaften Durchfall hatte. Obwohl er versuchte, seine offensichtliche Erkrankung zu überspielen, sahen wir, dass es ihm enorm schlecht ging, und wir machten uns umgehend auf zum Tierarzt.

Es stellte sich heraus, dass er im Endstadium einer FIV-Erkrankung war und alles, was wir für ihn noch tun konnten, war die Erlösung von seinem Leid.

Wir kannten den Kater gerade mal 36 Stunden, - und dennoch, der Schmerz war groß.

Auch Eddy der Erste hat seinen Platz in unseren Herzen .