Der Tod bedeutet die Tilgung jeglichen Schmerzes,

und er ist die Grenze, über die unsere Leiden nicht hinausgelangen;

er gibt uns wieder jenen Zustand der Ruhe zurück,

dem wir vor unserer Geburt angehörten.

 

von Seneca

Steht nicht an meinem Grab und weint,

ich bin nicht da, nein, ich schlafe nicht.

Ich bin eine der tausend wogenden Wellen des Sees,

ich bin das diamantene Glitzern des Schnees,

wenn ihr erwacht in der Stille am Morgen,

dann bin ich für euch verborgen,

ich bin ein Vogel im Flug,

leise wie ein Luftzug,

ich bin das sanfte Licht der Sterne in der Nacht.

Steht nicht an meinem Grab und weint,

ich bin nicht da,

nein ich schlafe nicht.

 

Gedicht der Lakota-Indianer

Je schöner und voller die Erinnerung,

desto schwerer ist die Trennung.

Aber die Dankbarkeit verwandelt die Erinnerung

in eine stille Freude.

Man trägt das vergangene Schöne nicht wie einen Stachel,

sondern wie ein kostbares Geschenk in sich.

 

von Dietrich Bonhoeffer

Ich bin von euch gegangen,

nur für einen Augenblick,

und gar nicht weit.

Wenn ihr dahin kommt, wohin ich gegangen bin,

werdet ihr euch fragen, warum ihr geweint habt.

 

von Antoine de Saint-Exupéry

Der Tod ist wie ein Horizont,

dieser ist nichts anderes als die Grenze unserer Wahrnehmung.

Wenn wir um jemanden trauern, freuen sich andere,

ihn hinter der Grenze wieder zu sehen.

 

Autor unbekannt