Zora

Leben mit und für eine große Familie

© M. Weisheit
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Hallo oder "Moin Moin" wie wir hier in Ostfriesland sagen ...

 

ich bin die Zora und lebe mit gut 40 pelzigen Freunden und unseren  beiden Zweibeinern im irdischen Katzenparadies.


Könnt Ihr Euch jetzt wahrscheinlich gar nicht vorstellen, oder? 

Viele, die so etwas hören bekommen gleich Sorgenfalten auf die Stirn und haben furchtbare Bilder vor Augen.

 

Ich kann Euch beruhigen, wir leben alle ein wohlbehütetes Leben, werden umsorgt, gehegt und gepflegt - und jede einzelne Katze von uns ist Mamas und Papas Liebling.

Da wir Katzen generell schlau sind, haben wir ziemlich schnell festgestellt, dass es vernünftig ist, Wahlverwandtschaften einzugehen.

So leben wir in harmonischen, gewachsenen Gruppen ohne Zank und Streit.


Wir haben ein sicheres Freigehege mit allem, was man als Katze toll findet. Vielleicht ist es vergleichbar mit einem großen Menschenkinder-Spielplatz, wir haben Blockhütten, Klettermöglichkeiten, Liegeplätze, einen Ententeich (pssst, den dürfte ich jetzt eigentlich nicht erwähnen, weil der für uns tabu ist),  Bäume und ein kleines Haus, wo auch unsere Menscheneltern wohnen.

In diesem Haus befindet sich auch ein großer "Chill-Raum", in dem wir nach Bedarf die Nacht verbringen oder eben einfach mal so abhängen.

 

Mit anderen Worten, wir leben ein völlig tabufreies Leben, - wenn katz jetzt mal vom Ententeich absieht.

© M. Weisheit
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Liebe Freunde, ich habe durch meine vielen Mitbewohner im Laufe der Zeit so viel erzählt bekommen, - traurige, aber auch schöne Geschichten, die ich Euch nach und nach erzählen möchte.

Jede von uns Katzen hat ihr eigenes "Vorleben", das nicht unbedingt schön war, - aber unterm Strich haben wir hier in unserem Zuhause unser ganz persönliches Happyend gefunden.


Bildergalerie mit Fotos von all meinen vierpfotigen Familienmitgliedern

Übrigens heißen wir alle mit Nachnamen:  "de la casa de Leon".

Warum das so ist, werde ich sicher auch irgendwann einmal erzählen.

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Unser großer "bellender" Bruder Lobo ...

seine Geschichte findet Ihr hier

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Ach, bevor ich es vergesse, da gibt es noch diese zwei riesigen Tiere, die auch noch zu unserer Familie gehören,

- ihre Pfoten nennen sich wohl Hufe ...


Das sind unsere zwei wunderschönen Friesen-Wallache Negrito und Eiko.

Eiko ist mittlerweile 13 Jahre alt und lebt seit 2006 bei uns.

Unsere Eltern haben ihn seinerzeit aus einer schlechter Haltung ausgelöst.


Negrito kam 2007 als 6 Monate altes Fohlen zu uns. Er sollte damals aufgrund einer Verletzung zum Schlachter. Wie gut, dass Mama und Papa das verhindert haben.

Die beiden Friesen verstehen sich großartig ... einer kann ohne den anderen nicht sein, und das machen sie uns auch hin und wieder lautstark klar....

Es wird gewiehert, was das Zeug hält !!!!


Es ist eindeutig unser "Dream-Team"!!!!!

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Nachruf für unseren Freund Plinius ...

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Die Geschichte von Kain und Abel ...

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Yannick - Mittagsschlaf mit fatalen Folgen

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Ein ganz "normaler" Morgen ...

Eines Morgens im Sommer so gegen 6.30 Uhr in Ostfriesland, in der Nähe von Leer, zwischen Wiesen und Feldern ... in strömendem Regen hatte unsere Mama eine unglaublich glorreiche Idee.


Dieser Tag ging als „Tag des Gebrülls einer ausgeflippten Mama“ in unsere ganz eigene Geschichte ein. Ob es nun auch der entsprechende „internationale Tag war“, kann ich leider nicht sagen.

In meinen Gedanken sehe ich gerade Mazis Mama, die sich schmunzelnd, diese Zeilen lesend auf ihrem Stuhl in der Küche zurücklehnt, sich zur Beruhigung einen Glimmstängel ansteckt und krampfhaft überlegt, was denn nun schon wieder los war. 

Mazis Mama kennt unsere fast so gut wie ihre Westentasche oder Zigarettenschachtel und weiß genau, dass unsere Mama überhaupt keinen Spaß versteht, wenn es um ihre Kinder geht (das sind wir alle natürlich).


Nun, ja, zurück zu unserem besagten Sommermorgen …


Da steht sie doch morgens bei uns in ihrem kurzen Flanellhemd

in der Küche, und erzählt uns allen Ernstes, wir müssten raus ins Gehege. Wir hatten natürlich überhaupt keine Lust, zeigten ihr in Gedanken unsere "Stinkepfote", was allerdings bei diesem alten Sturkopp nichts nützte.


Ehe wir uns versahen, saßen wir alle draußen! Kaum im Gehege, öffnete der Himmel seine Schleusen und es goss in Strömen.

Wer von Euch schon mal hier in Ostfriesland war, weiß genau, dass dies oft von einer Sekunde zur anderen passieren kann.

Mama sagte uns, wir könnten ja gut dem Regen entgehen, wenn wir in unseren Häuschen Schutz suchen würden, denn erst einmal müssten jetzt die Enten und die beiden Großen (Friesen-Wallache) versorgt werden.

Dem miesen Wetter trotzend rauschte sie in ihrem kurzen Hemdchen von dannen in Richtung Enten-Gehege ... und unser Papa, der arme Kerl, stillschweigend hinterher, allerdings in Hemd  u n d  Hose. 


Beim Versorgen der Enten hatte sie nun die Idee des Tages oder auch des ganzen Monats ...

Da sie der urplötzlich der Meinung war, den sieben Entenküken, die am 28. Juni 2014 geschlüpft waren, werde der von unserem Papa gebaute Kükenauslauf zu eng, wollte sie die ganze Bande mit Hilfe unseres Papas in das große Gehege mit Teich zu den anderen umsiedeln.

Die Idee an sich war vielleicht gar nicht mal schlecht, aber dann kam alles doch ganz anders. 

Sehr entschlossen hob sie den Deckel des Auslaufs ab, kletterte mit Gummistiefeln hinein, natürlich immer noch in ihrem kurzen Hemdchen, das 

inzwischen an ihren, nicht gerade wenigen Rundungen klebte, fing zuerst die 

Entenmama und gab diese an unseren Papa weiter, der sie ins große Gehege brachte.

 

Jetzt fing das Theater erst richtig an. Entenmama brüllte, wollte zu ihren Jungen, um sie zu beschützen, da ja unsere Mama hinter ihnen her war.

Die zweite Entenmama mit den ganz Kleinen erklärte sich umgehend solidarisch und brüllte gleich mit, denn man kann ja nie wissen ... 

Noch war unsere Mama ganz ruhig und gelassen.

 

Nachdem nun die Beiden, bei strömendem Regen im klatschnassen Hemdchen 

und Hemd mit Hose, die Bande endlich wohlbehalten im großen Gehege hatten, legten nun die am 15. Mai 2014 geschlüpften Youngsters los, und stürzten sich wie die Irren mit Gebrüll auf die Neuankömmlinge, die sich im Teich "entenwohl" fühlten.

Die Entenmama verteidigte natürlich sofort ihre Brut, konnte aber nicht gleichzeitig überall sein. Die drei älteren "Killerenten" stürzten sich nun auf das im Teich genüsslich planschende Nesthäkchen und versuchten doch tatsächlich, die Kleine mit unermüdlichem auf sie „Einhacken“ zu ersäufen. 

Unser Papa erzählte etwas von einer ausgedehnten Eingewöhnungszeit, während Mama immer nervöser wurde ... und immer wieder zum Nesthäkchen schaute, das nun verzweifelt versuchte, den drei Irren zu entkommen.

Leider gelang es der Kleinen nicht aus dem Teich zu fliehen, da die 

Teichfolie einfach zu glatt war und sie keinen Halt fand. 

Zu allem Unglück bemerkte unsere Mama dann auch noch, dass die ein oder andere kleine Ente Anstalten machte, im Teich zu versinken, da ihr Flaum noch nicht wasserabweisend war und das Wasser von den "Federbällchen" aufgesogen wurde.

Auch unserem Nesthäkchen stand nun das Wasser bis zum Hals. Und was jetzt ...?


Unsere Mama stimmte nun in das Entengebrüll mit ein: "Peter, los, den Käscher, 

schnell! Mensch, die saufen ab oder werden von den anderen gekillt!" 

Sie muss wirklich furchterregend ausgesehen haben, in ihrem Hemdchen, das jetzt vor Nässe triefte und ihren Gummistiefeln, - das Wasser rann ihr auch schon von den Haaren ...

Jedenfalls reagierte unser Papa außergewöhnlich schnell bei diesem Anblick! Die Enten brüllten weiter, Mama hielt dafür endlich den Schnabel! Jede einzelne kleine Ente wurde dann unter den Attacken und dem Gebrüll der Entenmama  mit dem Käscher oder der bloßen Hand wieder eingefangen und in den, Mamas Meinung nach, „zu kleinen“ Entenauslauf zurückgetragen.

Bis sich alle wieder beruhigt hatten - vor allem unsere Mama - verging eine ganze Weile. 

Die beiden Patschnassen verschwanden erst einmal im Haus, um sich trocken zu legen.


Dann folgte der zweite Teil: ... Jetzt durften wir endlich wieder ins Haus zurück aber ohne Gebrüll, dafür mit klatschnassen "Matsch-Pfötchen", mit denen wir auch überall kleine Stempelabdrücke hinterließen!


Und ich sagte noch..... aber auf eine ältere, erfahrene Katze hört ja keiner, schon 

gar nicht unsere Mama, der olle Sturkopp! Übrigens hatte sie seit einigen Tagen eine starke Erkältung, die sich hartnäckig hielt ... aber dann trotzdem im Hemdchen ... Was soll ich nun dazu sagen?


Gar nichts, nur so viel ... ein Freitag im Sommer, morgens um 6.30 Uhr hier bei 

uns in Ostfriesland in der Nähe von Leer, zwischen Wiesen und Feldern ... 

da kommt nie Langeweile auf.


Siesta? Da kann ich nur lauthals lachen!

© M. Weisheit